Plastikfrei für Kinder: Naturschutz mit Spaß

Kind mit Mülltüte und Warnweste auf der Straße
Beitragsbild von Sabine Hoffmann, veröffentlicht unter CC BY 2.0

Kinder werden täglich – sofern Sie TV schauen – bombardiert mit Werbung für Plastikspielzeug und oft viel zu süßem Essen in Plastikverpackungen. Wie kann man Kinder den Verzicht auf Plastik verständlich näher bringen und welche plastikfreien Produkte richten sich direkt an Kinder?

Warum kein Plastik? Erklären mit Videos und Geschichten

Wenn das eigene Kind nicht nachvollziehen kann, warum es die bunten Joghurts aus kleinen Plastikbechern aus der Werbung nicht bekommt oder eine gebrauchte Barbie genauso gut ist, wie eine neu produzierte, sollte man sich die Zeit für eine Erklärung nehmen. Kinder sind wissbegierig und offen für neue Informationen. Und wenn Kindern Plastikmüll und Mikroplastik erklärt werden, natürlich mit der nötigen Geduld und am besten mit Spaß, folgt oft auch die Einsicht. Denn nicht selten sind die begeistertsten Umweltschützer die Kleinsten unter uns.

Als Elternteil oder Onkel/Tante/Oma/Opa/Freund ist es allerdings garnicht so einfach, komplexe Probleme wie Mikroplastik auf das Wesentliche herunterzubrechen und für ein Kind verständlich zu formulieren. Zum Glück gibt es dazu online ein paar Videos und Hilfsmittel.

Von logo! gibt es zum Beispiel einen tollen, informativen, aber leicht verständlichen Artikel zum Plastikproblem für Kinder. Den kann man gut zusammen mit ihnen lesen oder auch vorlesen und am Ende das schöne Erklärvideo zusammen schauen:

Video von logo zu Müll im Meer
logo! hat das Thema Plastikmüll im Meer kindgerecht aufgearbeitet

Wenn Grundschullehrerinnen oder -lehrer mit Ihren Klassen Plastik im Meer durchnehmen wollen, finden Sie dazu online gute Hilfsmaterialien. Greenpeace hat zum Beispiel eine ganze Reihe an Bildungsmaterialien namens „Meer entdecken!“, unter anderem auch zum Thema Plastikmüll im Meer. Aber auch den dazugehörigen Text kann man gut mit den eigenen Kindern durchlesen und darüber reden. Verpackt sind die Informationen nämlich in einer schönen, kleinen Geschichte über einen Strandurlaub.

Noch mehr schöne Geschichten mit ernstem Hintergrund gibt es bei „PIWI„, dem Pool-Reinigungsroboter. Der hat sogar sein eigenes Buch, das kostenlos bestellt werden kann (derzeit aber vergriffen ist, Stand Mai ’18. Es gibt eine Warteliste). Hinter dem charmanten, aber informativen Bilderbuch steht der Verein Project Blue Sea.  Die Geschichte gibt es auch digital als PDF und kann so zum Beispiel auch auf einem Tablet gelesen werden.

Kinderbuch PIWI über Müll im Meer
Das originelle Kinderbuch „PIWI“ bringt den Kleinen das Plastikproblem näher.

So macht plastikfrei zuhause Spaß

Vor allem, wenn Kinder nicht von klein auf mit Plastikvermeidung groß werden, kann die Umstellung schonmal zum Problem werden. Etwa, wenn Papa und Mama sich erst seit einigen Monaten wirklich mit dem Plastikproblem auseinandergesetzt haben und nun beschließen, Plastik nach und nach zu verbannen.

Zum einen helfen dann natürlich die oben genannten Hilfsmittel. Die Kinder miteinzubeziehen und ihnen das Problem zu erklären. Zum anderen kann man sich auch nach schönen Alternativen umsehen, die dem oder der Kleinen die Umstellung erleichtern.

Bei vielen fängt die Umstellung im Badezimmer an, vor allem, wenn das Bewusstsein über Mikroplastik wächst. Wie hier der Übergang für alle Familienmitglieder gut gemeistert werden kann, haben wir schon einmal in einem anderen Artikel über Plastikfreie Badezimmer zusammengefasst.

Kinderprodukte fürs Bad ohne Plastik
Verschiedene plastikfreie, natürliche Produkte für Kinder gibt es zum Beispiel bei Marie Natur.

Hier kann es dann schonmal dazu kommen, dass das Kind die bunten Kindershampoos oder fruchtigen Kinderzahnpastas vermisst. Auch die Umstellung auf schicke, aber leider auch sehr „erwachsen“ aussehende Bambuszahnbürsten für Kinder macht wahrscheinlich nicht jedem Kind Spaß.

Ein kleiner Anreiz, um das Zähneputzen wieder etwas bunter und fröhlicher zu gestalten, kann zum Beispiel eine Kinder-Zahnputzsanduhr aus Holz und Glas geben.

Auch andere Produkte im Badezimmer kann man in einer bunteren, kindgerechteren Version kaufen. Zum Beispiel bunte, natürliche Kinderhandseife. Auch festes Shampoo und Duschgel findet man mittlerweile ja auch in unzähligen Geruchsrichtungen. Wenn man festes Schokoladen- oder Orangenshampoo den Kindern gut „verkauft“, sind sie sicherlich genauso glücklich damit, wie mit den ihnen bekannten Produkten.

Texttafel "Noch nicht genug Tipps für ein Plastikfreie Leben? Hier klicken für mehr."

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