9 weitere Tipps für einen plastikfreien Alltag

leerer Plastikbecher auf einem rasen

Plastik versteckt sich im Alltag überall. Wir haben 9 weitere Tipps, um das eigene Zero Waste Leben auf die nächste Stufe zu heben.

Nachdem wir hier auf Natürlich Plastikfrei schon vor einigen Monaten 5 Tipps für weniger Plastik im Alltag zusammengestellt hatten, kommt hier die Fortsetzung: Noch mehr, teilweise etwas spezifischere, Anregungen für ein plastikfreies Leben.

1. Mit dem mitgebrachten Beutel zum Bäcker

verschiedene Brotsorten unverpackt

Auch wenn Brottüten auf den ersten Blick nicht wie Plastiksünder aussehen, sind sie manchmal trotzdem problematisch. Besonders dann natürlich, wenn Plastik als „Sichfenster“ verwendet wird oder sie beschichtet sind. Dann sind sie kaum zu recyceln. Außerdem haben auch Plastiktüten keine besonders gute Ökobilanz. Natürlich bauen sich diese Einwegtüten deutlich schneller ab. Deren Ressourcenverbrauch liegt aber mindestens genauso hoch wie bei Einwegplastik.

Deshalb: Beim Gang zum Bäcker einfach eine ausgewählte Brot-Leinentasche mitnehmen und jedes Mal wiederverwenden. Frisches Brot in einer sauberen Leinentasche sieht doch eigentlich auch viel besser aus als in Einwegtüten.

2. Nie wieder Deo-Roller

Praktisch jedes Deodorant aus Drogeriemärkten ist in Plastik verpackt. Selbst die wenigen Alternativen in Glasbehältern haben in der Regel einen Plastikdeckel. Dabei muss man nicht zwingend darauf zurückgreifen.

Festes Deo gibt es mittlerweile in vielen Naturkosmetikläden, Online-Shops und Unverpackt-Läden. Meist sind sie sogar vegan und ohne Aluminium, das in Verdacht steht Alzheimer zu verursachen. Genug Gründe also, um auf die plastikfreie, aber nicht weniger praktische Alternative umzusteigen.

3. Einweg-Taschentücher adé

Kariertes Stofftaschentuch

Im Sommer jucken die Augen und die Nase trieft, im Winter hangelt man sich von einer Erkältung in die andere. Gut, ganz so schlimm ist es bei den meisten vermutlich nicht. Trotzdem verbrauchen die Deutschen kiloweise Papiertaschentücher. Zusammen mit Küchentüchern, Klopapier und Servietten kam 2016 jeder Deutsche auf 19 (!) Kilo Einwegpapier. Dazu kommt, dass all diese Produkte natürlich in Plastik verpackt daher kommen.

Den Verbrauch kannst du herunterschrauben, indem du dir Stofftaschentücher zulegst, die waschbar sind. Natürlich sollte man vor allem bei Infekten auf einen hygienischen Umgang damit achten. Trotzdem können die Tücher immens dazu beitragen, Einwegplastik und -papier einzusparen.

4. Holzzahnbürsten verwenden

Aus hygienischen Gründen und für die optimale Zahngesundheit sollten Zahnbürsten alle zwei bis drei Monate gewechselt werden. Das erzeugt auf Dauer eine ganze Menge Müll – wenn man auf die herkömmlichen Marken und Produkte setzt.

Das schöne: Mit Holzzahnbürsten aus natürlichen Rohstoffen werden die Zähne auch sauber! Schick aussehen tun sie auch und tragen zu weniger Plastik im Alltag bei.

5. Lege dir eine Edelstahl-Brotdose zu

Die Deutschen lieben ihr Brot. Mehr als 60 Kilo verspeist der Durchschnittsdeutsche im Jahr. Deshalb sind Brotmahlzeiten auch besonders beliebt, egal ob Frühstücks- oder Mittagspause, ob auf der Arbeit oder in der Schule. Aber auch deren Aufbewahrungsboxen werden von den Herstellern bevorzugt aus Plastik hergestellt. Deshalb hat vermutlich jeder, der gerade erst mit der Plastikvermeidung angefangen hat, noch mindestens ein, zwei Plastikbrotdosen zuhause rumstehen. Die sollten auf jeden Fall noch weiterbenutzt werden! Die Ressourcen sind schließlich schon verbraucht und sie wegzuschmeißen produziert nur mehr Müll.

Geben die alten Brotdosen aber doch mal den Geist auf, gibt es schöne, plastikfreie Alternativen: Haltbare und praktische Brotdosen aus Edelstahl gibt es in verschiedenen Online-Shops.

6. Einen Kräutergarten anbauen

selbstangebaute Minze

Basilikum, Petersilie, Schnittlauch und Co. schmecken frisch natürlich besser als getrocknet im Kräuterdöschen. Hobbyköche greifen deshalb gerne mal bei den frischen Kräutern im Supermarkt zu, die aber allesamt in Plastikverpackung eingehüllt sind. Selbst die Kräuter im Topf kommen in der Regel in einer Plastikhülle – und der Pflanzentopf ist natürlich auch aus Kunststoff.

Stattdessen kann man sich auch leicht einen eigenen kleinen Kräutergarten einrichten. Das geht eigentlich immer – völlig unabhängig von der eigenen Wohnsituation. Wer einen eigenen Garten hat, wird natürlich am wenigsten Probleme haben, einen Platz dafür zu finden. Aber auch in Blumenkästen auf dem Balkon oder einfach nur vors Küchenfenster gehängt wachsen die Kräuter wunderbar. Und billiger kommen Hobbygärtner auch davon.

7. Strohhalm-Alternativen

Sie sind zurzeit in aller Munde: Die EU hat vor, Plastiktrinkhalme zu verbieten. Das ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber dennoch ein erfreulicher Schritt in die richtige Richtung.

Dabei ist es so leicht die praktischen Trinkhelfer zu ersetzen – auch für den Eigengebrauch. Hier gibt es nämlich gleich mehrere Optionen: Wie hättest du deinen Drink gerne? Mit Edelstahl, Bambus oder Glas?

8. Probiere Menstruationstassen oder waschbare Binden aus

Durch den regelmäßigen Bedarf verursachen Artikel für Damenhygiene einen ziemlich großen Berg an Plastikmüll. Aber auch hier bist du nicht zur Plastikmüllproduktion verdammt: Eine Alternative ist zum Beispiel die Menstruationstasse. Die ist zwar auch aus Silikon, hält aber jahrelang. Manche Frauen kommen aber etwa auch mit waschbaren Binden aus Baumwolle zurecht. Sicherlich erfordert das einiges an Umgewöhnung, aber einen Versuch ist es wert. Im schlimmsten Fall kehrst du einfach wieder zu deinen gewohnten Produkten zurück.

9. Bleib auf dem Laufenden und vernetze dich

App-Screen eines Smartphones

Der letzte Tipp ist wohl am wichtigsten: Viele von euch haben wahrscheinlich unzählige Tipps, Tricks, Alternativen und Hilfsmittel fürs Plastikvermeiden durch Bekannte oder Freunde kennengelernt. Dank Social Media und anderen Webseiten kann man die Vorteile der Schwarmintelligenz sogar noch viel besser ausnutzen. Vernetze dich in Plastikfrei-Facebookgruppen, lese Zero Waste Blogs oder abonniere Newsletter zum Thema. So lernst du immer neue Kniffe und kleine Schritte kennen, die dir das Leben ohne Plastik machen erleichtern.

Texttafel "Noch nicht genug Tipps für ein Plastikfreie Leben? Hier klicken für mehr."

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